E-Book Trailer : „Es ist wie mit Fahrradfahren“, ein Baustein in die finanzielle Freiheit

E-Book Trailer : „Es ist wie mit Fahrradfahren“, ein Baustein in die finanzielle Freiheit

Eigentlich wollte ich einen Online-Kurs erstellen.

Aber weil ich besser im Schreiben bin, entschied ich mich für ein E-Book.

Die Fähigkeiten für die Erstellung von Online-Kursen vertiefe ich in den nächsten Wochen.

Und dann kann jeder der es möchte lernen, wie man einfach finanziell in seine Zukunft investiert, aktiv mit Aktien, ETF, P2P Krediten und „passiv“ mit anderen Modellen.

Gerade auch dann, wenn man hochsensibel, sensitiv und introvertiert ist und depressionserfahren ist.

Denn dadurch gibt es die Chance, nicht die Sicherheit, sich seine Kräfte so einzuteilen und so zu leben, dass mehr Lebensqualität und Lebensfreude möglich wird.

Doch erst einmal hier ein kleiner Trailer für mein E-Book, welches vielleicht Gefallen findet…. :

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Wo fange ich an?

Letzte Woche unterhielt ich mich mit meinem Kollegen Tobias über den Kauf von Aktien, das Traden, sowie über Kryptowährungen.
Es ging darum, dass man es lernen könne, niemand es aber einem beibrächte.
Zu dem notwendigen Wissen gehöre praktische Erfahrung, Interesse, Neugierde und Analysefähigkeiten, sowie ein Gefühl für Wertpapiere und Märkte.
Denn das alles sei keine Raketenwissenschaft, sondern „ so wie mit Fahrradfahren “ war ein Satz der im Gespräch fiel, und das ich ja einen Online-Kurs mit dem Titel „Der kapitalistische Sozialarbeiter“ erstellen könnte.
Meine persönliche Risikobereitschaft ist eigentlich nicht besonders hoch, weshalb ich zum Beispiel Schwimmen erst mit zwölf Jahren erlernte, dann aber auch durch „Zufall“ den Fahrtenschwimmer verliehen bekam.
Ich konnte schon immer persönlich gut mit Geld umgehen, solange ich die Kontrolle darüber behielt.
Wirtschaft interessierte mich in meinem späteren Studium der Sozialen Arbeit sehr, bildete mich selber zu dieser Thematik fort.
Während meiner Tätigkeit war ich auch für einen Schuldenfond, der Beratung und der Dahrlehens-Vergabe und Abwicklung zuständig.
Mich faszinierte, wie man mit gut 3000.- € Stiftungsgeldern, mehr als 15.000.- € Dahrlehen vergeben, bei einer Rückzahlquote von 100 Prozent, damit gute Wirkung für die Entschuldung von psychisch erkrankten Menschen erreichen konnte.
Aus dieser Erfahrung heraus investiere ich übrigens gerne bei Kiva, weil man da mit relativ wenig Geld z.B. einer kolumbianischen Familie zu einem Wasserfilter oder Pumpe verhelfen kann, um dann die Rückzahlungen rückzuinvestieren…
Meine Fähigkeiten überhaupt noch etwas zu tun, wurde dann jedoch
vor gut viereinhalb Jahren durch eine depressive Erkrankung massiv eingeschränkt, in deren Folge ich fast fünfzehn Monate lang nicht arbeitsfähig war.
Über die Ursachen möchte ich hier nicht vertieft schreiben. Aber es hatte berufliche Gründe, nebst einer natürlich auch persönlichen Geschichte. Doch das wird Thema eines weiteren Buches sein, wie man als hochsensibler Profi in diesem Gesundheitssystem gesund und wirksam bleiben könnte, so man es denn wolle und könne.
Nach einem guten Jahr jedenfalls schrieb mir die Krankenkasse, dass laut ihrem medizinischen Dienst die Wahrscheinlichkeit bestünde, dass ich nicht mehr erwerbstätig sein könnte, was unter anderem von den Ergebnissen, der von mir beantragten medizinischen Reha abhängen würde. Denn stellte sich heraus, dass Arbeit nicht mehr möglich sei, würde sich mein Antrag automatisch in einen Antrag auf Erwerbsminderungs-Rente umwandeln.
Abgesehen von der Entmutigung eines eh schon depressiven Menschens, hatte sich auch keiner die Mühe gemacht, mich persönlich vorher dazu zu befragen.
Aber ab diesem Punkt zweifelte auch ich daran, ob ich in meinem Berufbereich der ambulanten Sozialpsychiatrie, nach guten zwanzig Jahren, als Sozialarbeiter noch würde arbeiten können.
Für die Reha suchte ich mir eine ganzheitlich arbeitende Klinik, die vor allem Gruppen für pscho-sozial und therapeutisch tätige Menschen anbot.
Nach langen und kräftezehrendem Prozedere mit Auseinandersetzungen mit der Rentenversicherung und der Krankenkasse, nebst Widerspruch, konnte ich dann dort Unterstützung finden. Dass dieses für psychisch erkrankte Menschen so anstrengend und beschwerdereich gestaltet wird, Hilfe zu erhalten, stellte sich in späteren Gesprächen eher als Norm, denn als Zufall, heraus.
In der Reha konnte ich mich gut stabilisieren und herausarbeiten, dass ich eigentlich mit meiner Art, meinen Fähigkeiten und Wissen nicht gut zu führen sei, auch deshalb die Arbeit in Institutionen für mich so aufreibend wurde.
In der Folge wurde eine Wiedereingliederung in „meinem“ Unternehmen geplant, was ich mir garnicht vorstellen konnte. Die Empfehlung war, danach die Arbeitszeit zu reduzieren, um an einer erst einmal an einer nebenberuflichen Selbständigkeit zu planen und zu arbeiten.
Insofern würde die Reha für mich weitergehen, mit dem Ziel, mich für meine Ideen soweit zu stabilisieren und zu stärken, dass ich wieder gut für mich und meine Familie arbeiten könnte.
Diese ist mir in weiten Teilen, nach nun fast wieder dreijähriger Tätigkeit gelungen.
Hilfreich waren mir meine Musiktherapeutin, mein Psychiater, ein Antidepressive, zwei gute Begleiterinnen im betrieblichen Eingliederungsmanagment, mein Einrichtungsleiter und zwei abgestufte Reduzierungen der Wochenarbeitszeit: Jetzt 24 Wochenstunden, auf vier Wochentage verteilt, allerdings mit täglich zwei Stunden Pendelzeit.
Damit gehören wir in diesem Land zwar zu den Geringverdienern, leben aber gut nach unseren Werten, im Weltvergleich sowieso.

Doch zurück zum ursprünglichen Thema:
Tobias handelt schon seit gut 15 Jahren mit Aktien, ich ungefähr erst anderthalb Jahren. Bei mir kommt noch das Trading mit Kryptowährungen dazu. Was uns beide vereint ist, dass wir keine Vorbilder für den Kauf Wertpapieren hatten. Mein Vater war Werftarbeiter und später Angestellter in einer Schiffswerft. Zum damaligen Zeitpunkt war man sparsam mit seinem Geld, legte, wo man etwas erübrigen konnte, es war einem Sparbuch an. Die Ordergebühren und die Depotgebühren waren so hoch, dass sich ein Aktienkauf nur in höheren Summen gelohnt hätte. Vor ungefähr 10 Jahren, traute ich mich in einer Sparkasse zu gehen, um mich über den Handel mit Aktien zu informieren. Der Berater erklärte mir die komplexen Zusammenhänge, das vorher notwendige Briefing, durch dass es mir überhaupt möglich Aktien zu erwerben. Dabei wirkte er ziemlich arrogant und herablassend und ich entschied mich nach dem Gespräch das Thema Aktien erst einmal beiseite zu legen.
Vor ungefähr zwei Jahren wurde ich von meinem Arbeitgeber zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Altersvorsorge eingeladen. Wir saßen in unserem Seminarraum und wurden von drei Versicherungsvertreter über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung informiert. Mich persönlich beeindruckte die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter, ich verstand nicht alles, aber zumindest, dass die betriebliche Altersvorsorge für meinem Arbeitgeber insofern gut war, dass er für die Beiträge keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen musste. Ich wohl auch nicht, dafür aber vielleicht später, nebst anteilige Krankenversicherungsbeiträge.
Maximal konnte ich, glaube ich, 200 € in die angebotene Versicherungsformen einzahlen, bzw Gehalt umwandeln.
Bei der damaligen Anzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterin könnte der Betrieb ungefähr für 10000 € im Monat die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge einsparen.
Ich würde dadurch automatisch weniger in die Arbeitslosenversicherung und, viel wichtiger, in die Rentenversicherung einzahlen.
Der angebotene Garantiezins sollte bei bei ungefähr 2% betragen, was in der damaligen Niedrigzinsphase relativ „gut“ Anführungsstrichen war.
Es würde sich damit jedoch, wenn überhaupt, die Inflationsrate ausgleichen lassen.
Außerdem würde mir das Geld über einen langen Zeitraum nicht zur Verfügung stehen.
Ich traute mich dann die Frage zu stellen, was denn mit dem Geld bei der Versicherung gemacht würde.
Die Antwort war, dass sie mit einer dänischen Bank zusammenarbeiten, der Sed-Bank, welche die Gelder im türkischen Aktien anlegen würden, weil es zu dem Zeitpunkt wirtschaftlich gut aussähe, mit Steigerungsraten.
Das weckte nun mein Interesse.
Also, ein Teil meines Gehaltes in eine betriebliche Altersversorgung umwandeln und anlegen zu lassen bedeutete, das maximal 200 € im Monat umgewandelt würden.
Im Jahr wären dies 2400 €.
In 20 Jahren 48000 €.
Mit diesem Geld würde die Versicherung arbeiten, die Versicherungsvertreter Provision erhalten und das Unternehmen würde Vermögen erwirtschaften.
Das alles mit meinem Geld.
Bei einem Garantiezins von 2 Prozent ergeben sich nach 20 Jahren ziemlich genau 59000 € Einlagen.
Das wären 11000 € brutto Gewinn.
Bei 25 % Vermögens- Steuer verblieben ungefähr 8300 € Rein-Gewinn. Würde ich die 200 € selber in Aktien anlegen, die im Durchschnitt 5 % Rendite pro Jahr erwirtschaften, ergebe es einen Bruttogewinn von 35000 €. Nach Steuern blieben runde 27000 € Rein-Gewinn.
Also fast 19000 € mehr.
Vergessen hätte ich jetzt fast 10000 € eingesparte Sozialversicherungsbeiträge, bei der betrieblichen Altersvorsorge.
Das bedeutet bei der zweiten Variante blieben nur 17000 € Rein-Gewinn. was fast immer noch einen Unterschied von gut 9000 Euro Mehr-Gewinn macht.
Würden wir noch ein bisschen optimistischer rechnen, investierten wir in einem World ETF, der, wenn er schlecht liefen ungefähr 7% Rendite im Jahr erwirtschaftet.
Im Vergleich zur Variante 1 ergäben sich dann rund 20000 € Rein-Gewinn.
Auf das Thema ETF kam ich, nachdem ich ein kleines dünnes blaues Heftchen zu diesem Thema las, welches von einem Sozialpädagogen verfasst worden war. Es heißt „1x Rente bitte. Die große Portion!“ geschrieben von Sebastian Tonn. Es zu lesen lohnt sich wirklich.
Statt in einzelne Aktien zu investieren, kaufte er für die Investition ETFs. Nachdem ich dieses kleine Büchlein gelesen hatte, erinnerte ich mich wieder an die Veranstaltung im Seminarraum.
Ich recherchierte weiter im Internet zu dem Thema ETF und suchte mir einen mit dem Namen nestec 100 heraus.
Dann öffne dich ein Depot-Konto bei einem Online Broker. Ich überwies, mutig, Geld von meinem Girokonto zum Depotkonto und erwarb damit mehrere ETF’s.

Damit begann meine spannende Zeit als Klein-Investor und Micro-Entrepreneurs im Alter eines Silver Ager’s.

Doch davon dann später mehr…

Nachtrag, Anfang Oktober : Später ist nun leider auch schon Oktober geworden. Es ist weiterhin vieles sehr spannend, was mein Geist gerade kreiert. Aber es ist eben leider auch so, dass ich auf meine Balance gut achten muss, um gesund zu bleiben. Aufgrund verschiedener persönlicher und beruflicher Faktoren, war dieses in den letzten Monaten einer meiner Haupttätigkeiten. Das heißt, ich kam von meinem Teilzeit – Dienst nach Hause und habe mich erst einmal hingelegt, um wieder etwas Kraft zu tanken. Dazu muss ich auch erwähnen, dass ich es schaffte, fast jeden Arbeitstag um 5.00 Uhr aufzustehen, Vision-Übungen machte und meditierte. Das konnte ich auch gut beibehalten, außer in meinen Urlauben. Da erlaube ich mir gegen 8.00 Uhr bereit für den Tag zu sein, ohne jedoch die Übungen und die Meditation auszulassen. Was ich aber letztendlich schreiben will, ist, dass es mit dem Buch noch etwas dauern wird. Deshalb bitte ich um, und danke ich sehr für Eure Geduld. Bis bald, Torsten

Psychische Erkrankungen : Aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe & Wohlfahrt mit Grundeinkommen & Micro Entrepreneurship?

Psychische Erkrankungen : Aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe & Wohlfahrt mit Grundeinkommen & Micro Entrepreneurship?

„Raus aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe & Wohlfahrt mit Grundeinkommen und Micro Entrepreneurship“ ist sicherlich eine provokante Skizze, die von vielen Profis und Betroffenen kritisch betrachtet würde. Denn, wie „soll“ es denn gehen, dass psychisch erkrankte Menschen, die schon nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig sind, sich nun auch noch selbständig machen?

Dennoch wage ich es hier, einige grundlegende Überlegungen zu dieser These anzustellen. Es ist dabei nicht mein Ziel, die grundlegende Verpflichtung der staatlichen Sicherung, im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft, in Frage zu stellen. Aber im Rahmen der digitalen Revolution, stellt sich die Frage nach zukünftiger Erwerbstätigkeit sowieso neu. Und wir werden dafür Antworten finden müssen, gerade auch bei einer zunehmenden Anzahl von Menschen, die im derzeitigen System psychisch erkranken. Aus meiner Sicht ist da das Thema New Work ein zentraler Ansatz, nebst eines bedingungslosen Grundeinkommens, Selbstversorgung und einer selbstbestimmten und selbstgewählten Arbeit.

Entrepreneurship, Solo-Entrepreneuer und Micro-Entrepreneurship sind feine Begriffe. Ich versuche heute in diesem Beitrag die Nützlichkeit dieser Begriffe und ihrer Konzepte für die Unterstützung erwerbsloser psychisch erkrankter Menschen zu ergründen. Ich denke also laut, ohne zu erwarten, dass die richtige Lösung dabei heraus kommt. Aber vielleicht entsteht dadurch ein Denkpfad in eine andere Möglichkeit…

Entrepreneur kommt aus dem französischen und bedeutet „unternehmen“. Da gäbe es also die Unternehmung, den Solo-Unternehmer und das Micro-Unternehmen.

Im deutschsprachigen Raum hat sich Prof. Günther Faltin mit diesem Thema eingehend beschäftigt, geforscht, publiziert und mit der Tee-Kampagne praktiziert. In seinem Buch „Wir sind das Kapital“, zeigt er Wege auf, wie nahezu jeder mit Hilfe von einzelnen Komponenten eine Unternehmung aufbauen kann, wenn er sich damit ausreichend beschäftigt und kreativ gestalten möchte.

Der Mitbegründer des Fritz Perle Institutes und Entwickler der Integrativen Therapie, Prof. Hilario Petzhold, schrieb zusammen mit Prof. Peter Hartz ein bisher wenig beachtetes Buch mit dem Titel „Wege aus der Arbeitslosigkeit: Minipreneure. Chancen um das Leben neu zu gestalten. Zur Bewältigung von Langzeitarbeitslosigkeit“. Nun bin ich kein besonderer Freund von Peter Hartz, aber ich beschäftigte mich seit meines Studiums immer wieder mit Büchern zur Integrativen Therapie, vor dem Hintergrund der Unterstützung für psychisch erkrankte Menschen. Diese Ansätze erlebte ich tief und umfassend durchdacht, integrativ und humanistisch geprägt.

Sich dem Thema Langzeitarbeitslosigkeit mit dem Konzept Micropreneure anzunähern fand ich erst einmal innovativ. Erfolgreiche Ansätze sind mir aus Amerika bekannt. Auch dort ist es für psychisch erkrankte langzeitarbeitslose Menschen, und um diese geht es mir hier, schwer möglich eine Beschäftigung zu finden. Auf der Suche nach Lösungen entwickelten Menschen aus der dortigen Psychiatrieerfahrenen-Szene das Projekt „Incube“, welches aus Geldern der Reduzierung von Krankenhausbetten finanziert wurde. Incube wurde als Genossenschaft konzipiert, welche Menschen unterstützen sollte, die sich eine Kleingründung vorstellen konnten. Es ging dort um Kopierdienste, Floristik, Schreibdienste, Kuriere, Hundsitter, PC-Doc und ähnliches. Betrieben wurde die Genossenschaft von psychiatrieerfahrenen Menschen. Diese Entwickelten Beratungs- und Unterstützungsmodule für Kleingründer, von der Ideensuche, der Gestaltung, der Buchhaltung, bis hin zum Marketing einer Unternehmung.

Welchen Wert eine solch eigene, erfolgreiche Unternehmung für diese Menschen hat, braucht sicherlich keine weitere Erklärung.

Wenn man sich in Deutschland dem Thema psychischer Behinderung und Arbeit annähert, findet sich viel beackertes Land zum Thema Umschulung, berufliches Training, Integrationsbetriebe, Werkstätten für behinderte Menschen und Zuverdienst-Projekte. Zum Thema Gründung und Schwerbehinderung findet sich wenig.

Als Leuchtturm erscheint das Berliner Projekt Enterability, welches zumeist körperlich schwerbehinderte Menschen auf dem Weg in eine Selbständigkeit begleitet. Die dortigen MitarbeiterInnen sind fachlich und persönlich sehr engagiert, was ich vor längerer Zeit in einem Telefonat mit dem Projektleiter erleben durfte. Auch in diesem Projekt wird verdeutlicht, dass eine Gründung anspruchsvoll für Gründungswillige ist, aber bei entsprechender persönlicher, fachlicher Eignung und guter Unterstützung möglich ist.

Das jemand in einer akuten Phase einer psychischen Erkrankung keine Unternehmung gründet, es sei denn er leidet gerade unter einer Manie, versteht sich ebenfalls von selbst. Und wenn jemand das Glück hat, durch ein sehr gutes betriebliches Eingliederungsmanagement im Unternehmen bleiben zu können, ist es sicher auch keine Option. Aber was ist mit den Menschen die Lust und Fähigkeiten wieder entdecken, entwickeln, oder dabei unterstützt werden, aber nicht aus Hartz IV herauskommen, immer wieder mal auf Arbeitsgelegenheiten oder Projekte hoffen.

Wäre eine Art von Micro-Entrepreneurship nicht möglich, sei es auch „nur“, um seine ALG II Leistungen etwas aufzustocken?

Schauen wir uns einmal ein paar nackte Zahlen und Überlegungen dazu an:

Eine Einzelperson würde nach einem Jahr Arbeitslosigkeit vom Arbeitslosengeld, als Versicherungsleistung, in das Sozialhilfesystem Alg II „fallen“. Hier erhielte diese den „existenzsichernden“ Regelsatz von 409.- Euro monatlich, plus die angemessenen Kosten der Unterkunft.

Um nun als Einzelperson das Äquivalent der Hartz IV – Leistung, also Kosten der Unterkunft plus Regelsatz, zu erwirtschaften, benötigt es ein monatlichen Brutto-Mindestgehalt von ungefähr 1400.- Euro. Bei einem Mindestlohn von 8,50.- Euro Brutto betrüge die dazu notwendige wöchentliche Arbeitszeit 37 Stunden. Bereits darüber könnte man nachdenken…

Jemand muss dazu in der Lage sein, einen Arbeitsplatz täglich zu erreichen und dort gute sieben Stunden einer Tätigkeit nachgehen, inklusive der notwendigen sozialen Anpassungsleistung. Diese Leistung müsste man erbringen, um eigenständig das in diesem Land definierte Existenzminimum abhängig zu erwirtschaften.

Würde jemand nun erstmal hypothetisch darüber nachdenken, selbständig das Existenzminimum erwirtschaften zu wollen, benötigte es ca. 1700.- € Mindestumsatz monatlich ( ergibt sich grob aus dem Bruttolohn einer existenzsichernden Beschäftigung plus den Arbeitgeberanteilen ), um sich an der Grenze zu Hartz IV oder Sozialhilfe zu bewegen. Dazu benötigte es 56.- Euro kalendertäglich, oder 78.- Euro Umsatz täglich, von Montag bis Freitag. Letzteres ohne Einrechnung von Urlaub und Krankheitstagen. Ginge man von sechs Wochen Urlaub und drei Krankheitswochen aus, benötigte es 95.- Euro täglichen Umsatz, in der zur Verfügung stehenden Zeit ( Mo – Fr ).

Im Bezug von ALG II ist es möglich, etwas dazu zu verdienen. Ein erworbenes Einkommen wird hierbei gestaffelt gegengerechnet. Es wäre also möglich „nur“ etwas Zuverdienst zu erwirtschaften, oder sich Stück für Stück der roten Linie der Existenzsicherung durch Alg II zu anzunähern. Das Risiko bestünde darin, dass es nicht funktioniert. Aber wenn es gelänge, nur etwas für gut 100.- Euro im Monat zu verkaufen, als Produkt oder Dienstleistung, wären es 100.- Euro mehr im Monat oder 1200.- Euro im Jahr. Das alles, wie gesagt, hypothetisch…

Catharina Bruns, bekennende Entrepreneurin, veröffentlichte vor Kurzen einen Tweet auf Twitter, mit einem Artikel aus „The Wallstreet Journal“. Dort ging es um einen autistischen Mann, der mit der Unterstützung eines guten Netzwerkes, denn man muss ja nicht alleine selbständig werden,  eine eigene Gärtnerei betreibt. Frau Bruns zitiert ihn aus dem Beitrag mit seinen Worten : „I think i see myselfe doing this for the rest of my life“ …

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