Radtke & more

Ganzheitliche, qualitativ hochwertige, innovative und bodenständige Beratung und Denkpraxis des Nordens

Freiheit, Qualität, Unabhängigkeit, Verbundensein, Natur, Bildung und erdverbundene Spiritualität  sind Basis des täglichen Denkens und Handelns

Der Unternehmensberater Simon Sinek schreibt in seinem Buch „Starting with Why“, dass die zentrale Frage einer Unternehmung die des „Warum“ ist. Erst wenn diese geklärt sei, ginge es weiter mit dem „Was“ und dem „Wie“. Weil auch mir dieses „Warum“ so wichtig erscheint, findet sich hier mehr als ein guter Slogan oder ein 30 Sekunden-Pitch. Daran arbeite ich auch… Allerdings bin ich auch ein Zuhörer und Geschichtenerzähler, der gerne versucht zu verstehen, mir ein Bild machen, um qualitativ hochwertig arbeiten zu können. Das dauert halt länger…

Hier also die „kurze“ Fassung meines „Warum“ :

Ich habe es persönlich und bei anderen erlebt, wie Potentiale und Talente von Menschen nicht gelebt wurden oder gelebt werden konnten, selbst nicht ab der Rente oder gar dem hohen Alter. Gerade auch Menschen, die an einer psychischen Erkrankung litten oder noch leiden, bekamen wenig Chancen zu einem selbstbestimmten Leben. Ich arbeitete für Firmen und Organisationen, für die MitarbeiterInnen Mittel zum Zweck sind, selbst innerhalb sozialer und kirchlicher Organisationen. Ich traf Menschen mit Burn-Out, Ängsten und Depressionen, die gute, menschliche und qualitativ hochwertige Arbeit leisteten, dabei selber erkrankten. Die Folgen trugen und tragen sie, ihre Familienangehörigen, Freunde, die Krankenkasse und die Rentenversicherung. Sicherlich bringt jeder auch seine persönliche Geschichte mit ein. Aber die steigenden Zahlen von seelischen Erkrankungen haben ihren Preis im persönlichen, in gesellschaftlichen und in wirtschaftlichen Kategorien. Eine Depression kostet jeden Einzelnen Jahre an Lebensqualität und Lebensfreude. Qualifizierte Menschen stehen der Gestaltung von Werten und Dienstleistungen nicht mehr zur Verfügung.

Ich habe jedoch Menschen, deren Projekte, Organisationen und Unternehmen kennen gelernt, durch deren Haltung und Methodik Entwicklung und Wachstum, im persönlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen möglich wurden. Ich erlebte Menschen, die sich fachlich und persönlich für andere Menschen einsetzten. Ich hörte von innovativen Projekten und Unternehmungen, die Wirtschaft und Soziales vereinten, damit persönlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Damit erledigten sich für mich Argumente wie „geht nicht, bist ein Sozialromantiker, ich verstehe dich nicht, …“. Ich lernte, dass es möglich ist ganzheitlich zu denken und zu handeln, damit Werte und Wert zu erzeugen, dass selber denken und sich zu entscheiden hilft.

Wir brauchen so dringend Menschen die selber denken, ihre Gaben und Talente leben und die bereit sind diese in die Gemeinschaft einbringen und zu teilen. Wir brauchen innovative, langfristig tragende Lösungen für eine Menge an durchaus auch planetaren Problemen.

Mein „Warum“ als „Creator“ von Radtke & more ist die persönlichere Geschichte.

Sie beginnt mit einer Hamburger Kindheit und Jugend in einem von Alkoholismus und Kriegstraumatisierung geprägten Arbeiterhaushalt. Dieser entwickelte sich durch die Anstrengung meines Vaters und die hauswirtschaftlichen Fähigkeiten meiner Mutter immerhin zu bürgerlich angesehenem Wohlstand, jedoch mit wenig Potential für die Entwicklung eines sensiblen, introvertierten und durchaus begabten Jungen. Schutz, Kraft und Inspiration fand ich vorrangig in den naheliegenden Wäldern und Mooren, sowie in meinen Büchern, die ich stapelweise aus der öffentlichen Bücherei nach Hause trug. Dennoch fühlte ich mich einsam, unverstanden und im Rückblick betrachtet auch immer wieder depressiv.

Aber ich liebte Wissenschaft und Philosophie, beschäftigte mich mit Meditation, Spiritualität, Bildung und Umweltschutz. Letzteres führte mich zu einer Ausbildung zum Landschaftsgärtner. In diesem Bereich war ich lange tätig, bis ich mit knapp dreißig Jahren, nach einer schweren persönlichen und beruflichen Krise, meine jetzige Frau, die mich sehr unterstützte und förderte, kennenlernte, sie heiratete, mit ihr eine Familie gründete. Mein Fachabitur holte ich nach, studierte kurz Umwelttechnik , um danach in den Studiengang der Sozialen Arbeit zu wechseln, den ich mit dem Abschluss des Dipl. Sozialarbeiters/Sozialpädagogen erfolgreich beendete.

Seitdem bin ich nun gut achtzehn Jahren für psychisch erkrankte Menschen in der Beratung und Begleitung tätig.

Zum Ende des Studiums zeigte sich zudem noch ein tiefes Interesse für Wirtschaft, Organisationsanalyse, lernende Organisationen und Unternehmensgründungen, Social Entrepreneurship und Small Business.

Mich inspirieren sozial und spirituell getragene Unternehmen wie die Heiligenfelder Kliniken in Bad Kissingen, The Body Shop, die sozialen Gründungen des Zen Meisters Bernie Glassman, Patagonia, Lance Secretan und viele andere wertgetragene Unternehmungen.

Ich machte bereits während meiner Ausbildung die Erfahrung, dass viele Menschen nicht an ihr eigenes Potential und ihre Talente glaubten, obwohl sie zumindest für mich deutlich und sichtbar schienen. Einer der Gründe dafür war auch, dass niemand in jungen Jahren an sie geglaubt hatte. Um diese Menschen zu unterstützen absolvierte ich eine Coaching-Ausbildung bei Barbara Sher, der „Großmutter des Life-Coachings“, die ich erfolgreich abschloss und deren Möglichkeiten ich mit in meine Arbeit integrierte.

Im Rahmen verschiedener Projekte beschäftigte ich mich mit Wissensmanagement, Human- und Service-Design Thinking, Effektuation, agilen Methoden und immer wieder der lernenden Organisation.

Aus meiner Sicht steht vor jeder Methode immer die Haltung, ein Mind-Set, das „Warum“, welches oft der Kern innovativer Methoden ist.